Sanofi BioSurgery
Kranke Gelenke sind Hauptursache für Gehschwierigkeiten bei Senioren

November 2017

Arthrose als Mobilitätskiller

Beweglich und damit mobil zu bleiben, ist für jedermann, insbesondere aber für ältere Menschen von großer Bedeutung: Mobilität ermöglicht soziale Kontakte, Teilhabe an der Gesellschaft, das Erreichen von Geschäften und Behörden sowie den generellen Erhalt der Selbstständigkeit. Außerdem ist körperliche Aktivität wichtig für die Gesundheit, kann Übergewicht, Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes vorbeugen.

Wie sehr die Mobilität von Senioren gerade durch eine Arthrose eingeschränkt werden kann, hat nun eine aktuelle kanadische Studie gezeigt1. Die Forscher aus Toronto hatten dabei ihr Augenmerk auf die Ursachen von Schwierigkeiten beim Gehen gelegt. Dafür wurden knapp 18.500 Männer und Frauen mit einem mittleren Alter von 68 Jahren nach ihrem Gesundheitszustand, Gelenkbeschwerden und Bewegungseinschränkungen inklusive Gehproblemen gefragt. Die Ergebnisse zeigten, dass symptomatische Arthrose in Knien und Hüften die Hauptursache von Gehschwierigkeiten ist. Die Wahrscheinlichkeit steigt dabei mit der Anzahl der betroffenen Gelenke.

Ein Beispiel: Die Wahrscheinlichkeit für Gehprobleme für eine 60-jährige, normalgewichtige Frau mit mittlerem Einkommen und ohne weitere Erkrankungen lag in der Studie bei fünf bis zehn Prozent. Bei Frauen mit Diabetes oder Herz-Kreislauferkrankungen betrug sie zehn bis zwanzig Prozent, bei solchen mit Arthrose in beiden Hüften/Knien 40 Prozent. Die höchste Wahrscheinlichkeit für Gehschwierigkeiten mit immerhin 80 Prozent hatten Frauen, bei denen Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen und Arthrose in allen Knie und Hüftgelenken zusammenkamen. Im Rahmen der Studie wiesen die Wissenschaftler auch darauf hin, dass Arthrose immer noch unterdiagnostiziert und -behandelt ist.

Wer lange mobil und selbstständig bleiben möchte, sollte sich daher bei den Anzeichen einer Arthrose – wie Schmerzen, Schwellungen oder Steifigkeit in den Gelenken – frühzeitig in ärztliche Behandlung begeben. Denn um die Erkrankung aufzuhalten, stehen zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, etwa geeignete Schmerzmittel, Injektionen mit hochmolekularer Hyaluronsäure wie Synvisc®, Physiotherapie und Lebensstiländerungen.

 

1 King LK, Kendzerska T, Waugh EJ and Hawker GA: The Impact of Osteoarthritis on Difficulty Walking: A Population-Based Study, Arthritis Care & Research, Accepted manuscript online: 17 May 2017, DOI: 10.1002/acr.23250 http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/acr.23250/abstract

Außerdem https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/sw/Arthrose?nid=76015

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