Sanofi
Golf, Reiten und Co.

September 2018

Besondere Sportarten im Arthrose-Check

Dass Bewegung gut für die Gelenke ist, wissen die meisten Arthrosepatienten mittlerweile. Regelmäßige, moderate Aktivität optimiert die Gelenkdurchblutung, den Nährstofftransport und stärkt zudem die unterstützenden Muskeln, Sehnen und Bänder. Als besonders geeignet werden schonende Sportarten wie Walking, Radfahren oder Schwimmen empfohlen. Allerdings stößt dieses Training nicht bei jedem auf Begeisterung. Viele frönen anderen sportlichen Hobbys und fragen sich, ob diese bei Arthrose überhaupt günstig sind. Tatsächlich gibt es zahlreiche spezielle Sportarten, von denen einige sehr gut und andere weniger geeignet sind.

Squash: Grundsätzlich sind die meisten Rückschlag und Racketsportarten (Tennis, Badminton) bei Gelenkverschleiß eher kritisch. Für Squash gilt das ganz besonders, da hier die ruckartigen Bewegungen und Richtungswechsel auch noch auf recht kleinem Raum stattfinden müssen. Selbst mit bestem Schuhwerk führt dies zu erheblichen Drehbelastungen in den Gelenken und kann Arthrose fördern.

Golf: Die normale Fortbewegung auf dem Golfplatz ähnelt der Belastung beim sportlichen Wandern und ist auch für Arthrosepatienten geeignet. Die Drehbewegung beim Schlagen des Balls kann durch leichte Anpassungen in der Technik (1/2 oder 2/3 Schwung) deutlich weniger belastend gestaltet werden.

Segeln: Auf größeren Schiffen ist Segeln auch bei Arthrose möglich, auf kleinen Jollen jedoch erfordert dieser Wassersport meist zu viel Beweglichkeit und Behändigkeit von Menschen mit Gelenkproblemen.

Windsurfen: Hoher Kraftaufwand, starkes Koordinationsvermögen und harte Brettschläge, die mit den Beinen abgefedert werden müssen, machen das Surfen zu einem eher ungeeigneten Sport für Betroffene.

Reiten: Der Pferdesport erfordert eine starke Spreizung und Drehbeweglichkeit in den Hüftgelenken und auch die Knie werden zum Antreiben, Lenken und Ausbalancen stark mit eingesetzt – weshalb Reiten bei bestehender Cox- oder Gonarthrose nicht zu empfehlen ist.

Tanzen: Das Bewegen zur Musik macht Alt und Jung gleichermaßen Freude. Wer sich in seinen Schritten und Drehungen ein wenig kontrolliert und diese bestehenden Beschwerden anpasst, kann dem Spaß auch mit Gelenkproblem frönen.

Inline-Skaten: Mit seinen fließenden Bewegungsabläufen ist dieser Sport äußerst gelenkschonend und gesund – vorausgesetzt man stürzt nicht. Wer mit Inlinern lossausen möchte, sollte sein Koordinationsvermögen und Balancegefühl trainieren. Außerdem ist es wichtig, sich von einem Profi die richtige Fahr- und Bremstechnik beibringen zu lassen. Und natürlich gehören Helm, Knie-, Hand- und Ellbogenschützer zur Pflichtausrüstung!

Rudern: Die sitzende Position beim Gleiten übers Wasser entlastet die Gelenke der unteren Extremitäten, äußere Kräfte wirken nur moderat ein und die muskuläre Aktivierung beim Rudern geschieht nicht ruckhaft. Somit ist diese Sportart, die den gesamten Körper trainiert, auch bei Arthrose empfehlenswert. Gegebenenfalls kann die Rudertechnik angepasst und die Intensität gedrosselt werden.

Grundsätzlich gilt, dass man sportliche Aktivitäten meiden sollte, die mit hohen Stoßbelastungen, Drehbewegungen und abrupten Richtungswechseln verbunden sind, wie beispielsweise Fußball, Basketball und ähnliche Ballsportarten.

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