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Februar 2019

Übergewicht loswerden, Schmerzen reduzieren

Viele Arthrosepatienten erhalten bei ihrer Diagnose den ärztlichen Rat, überflüssige Pfunde loszuwerden, um die Schmerzen und das Fortschreiten des Gelenkverschleißes zu minimieren. Tatsächlich unterstreicht eine aktuelle Studie1 den positiven Effekt einer Gewichtsreduktion – demnach steigt die schmerzlindernde Wirkung bei einer beginnenden Kniearthrose mit dem Ausmaß der Abnahme sogar.

Den größten Nutzen erreichten die Patienten, die es geschafft hatten, ihr Körpergewicht um mehr als 20 Prozent zu reduzieren. Sie gaben um 25 Prozent geringere Schmerzen an als die Patienten, die ihr Körpergewicht nur um zehn Prozent gesenkt hatten. Diese hatten wiederum weniger Schmerzen angegeben als die Patienten, die eine noch geringere Gewichtsreduktion erreicht hatten2.

Kurz gesagt: mehr ist mehr. Grund genug für alle Betroffenen, den oft gerade in der kalten Jahreszeit angefutterten Pölsterchen endgültig den Kampf anzusagen. Um dauerhaft Kilos loszuwerden und das Gewicht zu halten, hilft allerdings nur eine grundsätzliche Ernährungsumstellung. Auf den Speiseplan gehören dafür bei Arthrosepatienten vor allem wenig Kalorien und tierische Produkte, dafür viel Gemüse und gesunde Pflanzenöle.

Nicht empfehlenswert sind etwa Weißbrot, Kuchen und Co., Pommes frites, Süßigkeiten, fette Braten, Wurst, Schmalz, Mayonnaise, Pudding, Softdrinks und Milchmixgetränke. Besser eignen sich Vollkornprodukte, Pellkartoffeln, Naturreis, Blattsalate, frisches Gemüse, zuckerarme Früchte, Pilze, Kräuter, Fisch, Mandeln, Walnüsse und fettarme Milchprodukte. Bei Ölen lieber zu Lein-, Walnuss-, Oliven- oder Rapsöl greifen als zu Sonnenblumen- oder Distelöl.

Vielfach erfolgreich und in Trend gekommen ist etwa auch das Intervallfasten. Hierbei wird 14 bis 16 Stunden am Tag nichts gegessen – z. B. früh zu Abend essen und das Frühstück ausfallen lassen. Eine andere Variante ist es, fünf Tage in der Woche normal zu essen und zwei Tage gar nichts.

Weiterhin ist Bewegung ein entscheidender Faktor. Sie unterstützt nicht nur die Gewichtsabnahme, sondern ist auch wichtig, um die Nährstoffe aus der Gelenkflüssigkeit gleichmäßig zum Knorpel zu transportieren. Wenn die Gelenke allerdings akut Beschwerden bereiten, wird Sport logischerweise oft zur Qual. Darum sollten Schmerzen auch noch einmal gezielt angegangen werden.

Am besten wendet man sich an seinen Orthopäden, der herkömmliche Schmerzmittel verordnen kann. Eine alternative Behandlungsoption sind Injektionen mit Hyaluronsäure, wie sie nun auch in den aktuellen Behandlungsleitlinien der medizinischen Fachgesellschaften beispielsweise bei Gonarthrose (Kniearthrose) empfohlen werden3 . Hochmolekulare Hyaluronsäuren haben sich für diese Behandlung als therapeutisch wirksamer gezeigt als die niedermolekularen. Sie sind etwa in der in der Synvisc 3-in-1-Spritze gegen Arthrose enthalten. Sie wird direkt ins betroffene Gelenk injiziert, wo sie schnell schmerzlindernd, stoßdämpfend und zwölf Monate anhaltend wirken kann.

1Messier SP et al. Intentional Weight Loss in Overweight and Obese Patients With Knee Osteoarthritis: Is More Better? 2018; doi: 10.1002/acr.23608

2https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/sw/Arthrose?nid=96598

3Gonarthrose - Nicht-operative Therapie der Arthrose gemäß der aktuellen Leitlinie, Fachinformation des Bundesverbandes für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz – Info Gesundheit e.V.

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