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Arthrose

Wie erkennt man eine Arthrose?

Vom kleinsten Knorpelschaden bis zur vollständigen Arthrose vergehen meist viele Jahre. Oft wird die beginnende Schädigung gar nicht wahrgenommen, weil der Gelenkknorpel keine Schmerzrezeptoren enthält, die den Schmerz aufnehmen könnten. Beschwerden verursacht sie häufig erst im fortgeschrittenen Lebensalter.

Schmerzen sind das Hauptsymptom der Arthrose. Am Anfang klagen Betroffene über Gelenkschmerzen bei Belastung und über Anlaufschmerzen. Besonders nach längeren Ruhephasen, wie morgens beim Aufstehen oder nach längerem Sitzen, kommt es zu Schmerzen und einem Steifheitsgefühl. Dies legt sich meist nach ein paar Minuten Bewegung. Patienten schildern oft, sie hätten das Gefühl, die Sehnen seien zu kurz, sodass sie die Gelenke nicht vollständig strecken könnten.

Untersuchungsverfahren
Wenn erste dauerhafte Schmerzen auftreten und bevor die einfachsten Bewegungen zum Problem werden, sollte unbedingt ein Arzt um Rat gefragt werden. Für den Fachmann ist eine Arthrose leicht zu erkennen. Zu Beginn der Untersuchung lässt sich der Arzt die Beschwerden ausführlich beschreiben. Je genauer die Symptome beschrieben werden, desto gezielter können diagnostische Verfahren eingesetzt werden.

Im Anschluss an das Gespräch wird die Beweglichkeit und Stabilität des Gelenks untersucht. Bei Verdacht auf Arthrose erfolgt häufig eine Röntgenaufnahme. Auf dem Röntgenbild lassen sich Fehlstellungen und Deformierungen der Gelenkknochen sowie eine Verschmälerung des Gelenkspalts erkennen. Auf diese Weise kann der Arzt den Grad der Abnutzung recht genau einschätzen.

In Einzelfällen können darüber hinaus noch weitere Untersuchungen sinnvoll sein:

  • Analyse des Bluts: Laboruntersuchungen des Bluts weisen zwar keine Arthrose nach, aber sie machen Entzündungen erkennbar. So können entzündliche rheumatische Erkrankungen, wie z.B. die rheumatoide Arthritis, von einer Arthrose abgegrenzt werden.
  • Gelenkpunktion: Bei einer Gelenkpunktion wird mit Hilfe einer Nadel Flüssigkeit aus der Gelenkhöhle abgesaugt. Optional kann die Gelenkflüssigkeit anschließend im Labor untersucht werden (Synoviaanalyse).
  • Arthroskopie: Die Gelenkspiegelung ist ein Verfahren, bei dem mit einem optischen Gerät (Arthroskop) in das Gelenk hinein gesehen werden kann. Der Arzt kann bereits im frühen Stadium der Arthrose Knorpelschäden erkennen, die auf Röntgenaufnahmen nicht sichtbar sind.
  • Ultraschall: Eine Ultraschalluntersuchung kann insbesondere Flüssigkeiten (z.B. einen Gelenkerguss) und Verletzungen von Sehnen und Muskulatur aufzeigen. Sie eignet sich deshalb gut als zusätzliche Untersuchung bei Gelenkbeschwerden. Eine Strahlenbelastung geht von einer Ultraschalluntersuchung nicht aus.
  • Kernspintomographie (auch Magnetresonanztomographie, kurz: MRT): Ohne Einsatz von Röntgenstrahlen kommt die Kernspintomografie aus. Die detailreichen Schnittbilder stellen die Gewebe aufgrund ihres unterschiedlichen Wassergehalts dar. Gerade bei Verletzungen des Bandapparates (z.B. der Kreuzbänder) oder Verletzung/ Veränderungen des Gelenkknorpels und der Menisken ist die Kernspintomographie einer Computertomographie überlegen.
  • Computertomographie (kurz: CT): In einer Computertomographie lassen sich die knöchernen Strukturen besonders gut darstellen. Dieses Untersuchungsverfahren wird insbesondere bei dem Verdacht auf kleinere Knochenbrüche (Frakturen) eingesetzt. Es kann im Rahmen der Arthrose-Abklärung zur genauen Beurteilung knöcherner Veränderungen, die auf dem Röntgenbild nicht richtig zu erkennen sind, dienen. Im Allgemeinen spiel ein CT im Rahmen der Arthrosediagnostik eine untergeordnete Rolle.

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Dr. med. Axel Schulz, Genzyme GmbH
Dr. med. Axel Schulz, Genzyme GmbH

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