Das Hüftgelenk ist das größte Gelenk des Körpers. Es verbindet Rumpf und Beine und muss deshalb sehr beweglich sein. Gleichzeitig muss es aber auch sehr stabil sein, denn es trägt täglich ein Vielfaches unseres Körpergewichts. Die Hüftgelenkarthrose (Coxarthrose) ist das häufigste Hüftleiden. Rund 5 Prozent der Bevölkerung sind davon betroffen, bei den über 60-Jährigen ist es sogar jeder Zweite.
Vielfältige Ursachen
Als Ursachen für die Entwicklung einer Hüftgelenkarthrose kommen nicht nur Über- und Fehlbelastungen, Gelenkverletzungen und -entzündungen in Frage, sondern oft auch angeborene oder in der Kindheit erworbene Störungen.
Eine Hüftdysplasie wird bei etwa 3 % der Neugeborenen festgestellt und ist damit die häufigste angeborene Skelettfehlentwicklung. Durch das mangelnde Wachstum der Hüftpfanne ist das Hüftdach zu steil oder zu klein angelegt. Als Folge dieser Fehlbildung wird der Hüftkopf nicht richtig überdacht und das Hüftgelenk droht auszurenken. Kommt es trotz Behandlung dazu, dass Hüftkopf und -pfanne sich falsch entwickeln, kann dies zu einer Fehlbelastung und einem vorzeitigen Gelenkverschleiß führen.
Auch Unfallfolgen sind eine häufige Ursache für sekundäre Hüftarthrosen. Falls der Knochen nach einem Bruch nicht wieder völlig exakt zusammenwächst, reicht eine Stufe von weniger als einem Millimeter im Gelenk aus, um eine Arthrose vorzubereiten. Dies kann nach einem Oberschenkelhalsbruch oder einem Hüftpfannenbruch der Fall sein. Ebenfalls begünstigen Wirbelsäulenverkrümmungen und Beinlängenunterschiede eine Coxarthrose.