Sanofi BioSurgery

Gelenkerhalt durch eine Operation

Gelenkerhaltende Operationen können notwendig werden, um Gelenk-Fehlstellungen zu korrigieren, Symptome zu verbessern und die Funktionsfähigkeit eines Gelenks zu erhalten. Dabei werden die Eingriffe auch oft mit Hilfe der Gelenkspiegelung (Arthroskopie) durchgeführt. Sie gehört zu den am häufigsten stattfindenden Operationen in Deutschland und wird sowohl zur Diagnostik als auch für therapeutische Behandlungen von Gelenkerkrankungen genutzt.

Was geschieht bei einer Arthroskopie (Gelenkspiegelung)?

Bei der Arthroskopie führt der Arzt feine Instrumente durch zwei winzige Schnitte in das Gelenk ein. Eines davon ist mit einer Optik ausgestattet, die Bilder aus dem Gelenkinneren aufnimmt und live auf einen Monitor überträgt. Bestehen Knorpelschäden oder Entzündungen, so kann der Arzt nach der Diagnose sofort mit den operativen Eingriffen beginnen. Das Gelenk wird gespült, lockere Knorpelfragmente werden entfernt und ausgefaserte Knorpelflächen oberflächlich geglättet. Manchmal ist es auch sinnvoll, die gereizte Gelenkinnenhaut teilweise zu entfernen. Der Fach-Ausdruck dafür ist Synovektomie. Nach der Operation wächst die Haut innerhalb weniger Wochen in normalen Maßen wieder nach. Die Entfernung der Gelenkinnenhaut ist nur zu empfehlen, wenn eine Entzündung auch nach einer längeren Behandlung mit Medikamenten nicht verschwunden ist oder das Gelenk nicht mehr richtig bewegt werden kann.

Korrekturen von Fehlstellungen verzögern die Gelenkabnutzung

Fehlstellungen, wie X- oder O-Beine oder eine schiefe Hüfte können die Gelenke übermäßig belasten und damit eine Arthrose hervorrufen. Mit der Korrektur dieser Fehlstellung kann die Gelenkabnutzung verzögert werden. Die Gelenkverhältnisse werden so abgeändert, dass die Belastungen gleichmäßig verteilt sind. Dazu wird je nach Fehlstellung an der Innen- oder Außenseite des Oberschenkelknochens ein Keil herausgeschnitten. Nachdem der Arzt den Oberschenkel in die gewünschte Position gebracht hat, wird zur Stabilisierung an der Stelle des Knochenkeils zum Beispiel eine Metallplatte eingesetzt. Alternativ oder ergänzend dazu kann der Arzt auch eine Fehlstellung am Becken korrigieren. Dabei wird die Stellung der Gelenkpfanne so verändert, dass sie den Hüftkopf besser umfasst. Bei jüngeren Patienten werden diese gelenkerhaltenden Operationen wenn möglich bevorzugt durchgeführt, da Prothesen nicht ein Leben lang halten oder beliebig oft ausgewechselt werden können.

 

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