Auch dieses Jahr war die konservative und operative Behandlung der Arthrose wieder eines der Hauptthemen beim Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie, der vom 25. bis 28. Oktober in Berlin stattgefunden hat.
Die Bandbreite der wissenschaftlichen Vorträge erstreckte sich von der Diskussion aktueller Therapieregime bis hin zur Vorstellung neuer, experimenteller Verfahren, die in der Zukunft Einzug in die Arthrosetherapie halten könnten.
Besonders die Frage des richtigen Zeitpunktes einer Endoprothesen-Implantation stand im Mittelpunkt der Diskussionen. Deutschland ist führend bei der Implantation von Hüftendoprothesen und hat auch bei den Knieendoprothesen stark aufgeholt. Die erheblichen Unterschiede der Implantationsrate in den westlichen Ländern regen jedoch auch die Diskussion um den richtigen Zeitpunkt für die Implantation einer Prothese an.
Nach Ansicht von Professor Scharf, Uniklinik Mannheim, sollte sich der Zeitpunkt der Implantation vor allem nach dem subjektiven Patientenempfinden (Schmerzen, Beweglichkeit) und weniger nach dem Röntgenbild richten.
Vor einer Operation sollte jedoch das volle konservative Behandlungsspektrum ausgenutzt werden, denn auch die Implantation einer Prothese kann keinen Erfolg garantieren. Informationen zu den Therapiemöglichkeiten bei Arthrose finden Sie hier.

Dr. med. Gerrit Bonacker, Wetzlar