Ob privat oder familiär überliefert: Hausmittel sind einfache häusliche Mittel und Maßnahmen zur Selbstmedikation und können bei vielen Leiden zur Unterstützung eingesetzt werden. Auch bei Arthrose gibt es das eine oder andere Rezept, das der Patient anwenden kann.
Bei schmerzhaften Schwellungen der Gelenke eignen sich Gelenkwickel hervorragend, um diese abklingen zu lassen, Schmerzen zu lindern und so die Beweglichkeit wieder herzustellen. Zur Herstellung eines Gelenkwickels aus Heilerde einen streichfähigen Brei aus Heilerde und Wasser (alternativ auch Essigwasser oder Kamillentee) anrühren. Bei akuten Schmerzen hilft kaltes, bei chronischen warmes Wasser. Den Brei großzügig auftragen und mit einem feuchten Tuch bedecken. Beim Trocknen entfalten sich die Mineralstoffe und Spurenelemente der Heilerde, was den Schmerz lindert und die Durchblutung fördert. Hier braucht man aber Zeit, da das Trocknen bis zu zwei Stunden dauern kann.
Ein weiteres Hausmittel bei Arthrose sind Wechselbäder. Bei arthrotischen Ergüssen im Kniegelenk eignen sich sogenannte Wadenbäder, um den Abfluss des Ergusses zu erleichtern. Einfach zwei Behälter, in die die Beine bis zur Wade Platz haben, mit Wasser füllen: einen mit warmem, einen mit kaltem Wasser. Das betroffene Bein zunächst fünf Minuten ins warme und anschließend 30 Sekunden ins kalte Wasser stellen.
Auf eine ähnliche Weise erfolgt die Behandlung bei Fingergelenkarthrose: Heißes Wasser ein bis zwei Minuten über die Gelenke laufen lassen und im Anschluss ca. zehn bis 20 Sekunden kaltes Wasser.
Ein Massageöl mit Rosmarin und Wacholder durchwärmt die Gelenke und hemmt die Schmerzleitung: Drei Esslöffel Wacholderbeeren zerstampfen, mit zwei Teelöffeln Rosmarin mischen und alles mit 250 ml Olivenöl übergießen und in einen verschließbaren Behälter füllen. Den Ansatz nun ein paar Tage (an einer natürlichen Lichtquelle) stehen lassen, täglich umrühren, dann absieben und die betroffenen Gelenke massieren.

Dr. med. Axel Schulz, Genzyme GmbH