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Mal kalt, mal warm – Bei Arthrose helfen Kälte und Wärme gleichermaßen

Wärme schenkt Wohlbehagen, mildert Beschwerden und fördert die Heilung. Kühlung wirkt Entzündungen entgegen, lindert Schmerzen und Schwellungen. Beide haben eine Gemeinsamkeit: Sowohl Wärme als auch Kälte eignen sich zur Behandlung eines Arthrosegelenks. Doch wann hilft Wärme, wann ist Kühlung besser und an welchen Stellen sollte man Beides anwenden?

Wärme ist Voraussetzung für viele Heilungsprozesse. Unter ihrem Einfluss erweitern sich Blutgefäße, die Durchblutung wird gefördert und es gelangen mehr Nährstoffe an ihren Bestimmungsort, den Zellen. Diese Nährstoffe helfen, den geschädigten Knorpel in einem Arthosegelenk zu reparieren.

Darüber hinaus entspannt Wärme die Muskeln. Um diesen Mechanismus zu verstehen, muss man wissen: Muskeln befinden sich ständig in einer gewissen Spannung, dem sogenannten Grundtonus. Bei Arthrose ist dieser oft erhöht, wodurch das Gelenk noch zusätzlich angespannt und belastet wird. Eine Erwärmung von außen lockert die Muskulatur und das Gelenk wird geschont. Dies gilt vor allem für Sehnenschmerzen, die häufig bei Arthrose auftreten. Denn: Entspannt sich der Muskel unter Wärmeeinwirkung, werden auch die Sehnen entlastet.

Zur gezielten Wärmeanwendung eignen sich Wärmesalben, -umschläge, -bäder oder auch Wärmflaschen. Ganz wichtig: Eine Wärmeanwendung darf nur dann erfolgen, wenn das Gelenk nicht entzündet oder geschwollen ist. Zudem sollte Wärme nicht direkt auf das Gelenk, sondern auf der umgebenden Muskulatur angewendet werden.

Ebenso wie Wärme kann Kälte bei arthrotischen Gelenkbeschwerden - insbesondere bei einem akut entzündeten und geschwollenen Gelenk - Abhilfe schaffen. Die Kühlung bewirkt das Gegenteil der Aufwärmung: Sie drosselt den Stoffwechsel, lindert die Gelenkhautreizung und wirkt damit abschwellend und schmerzstillend. Für die Kühlung eines akut entzündeten oder geschwollenen Gelenks eignen sich kühlende Gels und Cremes sowie Kälte-Packs und Kaltluft. Ein zu langes und intensives Abkühlen sollte aber unbedingt vermieden werden.

Wichtig: Sowohl Wärme- als auch Kälteanwendung sollte der Patient grundsätzlich mit dem behandelnden Arzt absprechen, denn beide richten sich nach dem jeweiligen Befund.

Quelle: Deutsche Arthrose-Hilfe e.V.

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Gemeinschaftspraxis Dr. med. Merklin und Dr. med. Eisele, Aalen
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