Gelenkschonende Bewegung ist gerade im Winter wichtig, ob drinnen oder draußen ist da egal
Kaum liegt der erste Schnee in den Bergen gibt es für diejenigen unter uns, die Wintersport lieben kein Halten mehr. Die Koffer werden gepackt und es geht los Richtung Bayrischer Wald oder Alpen. Doch wer Gelenkbeschwerden hat, sollte vorsichtig sein. Die abrupten Bewegungen beim alpinen Ski-fahren können Knie und Hüfte zusätzlich belasten. Dennoch müssen Sie nicht gänzlich auf das Vergnügen im Schnee verzichten - wenn Sie sich für eine gelenkfreundliche Skiart entscheiden oder sich fest an einige Regeln halten.
Wer unter einer Knie- oder Hüftarthrose leidet, sollte am besten auf Alpin-Skilaufen und Snowboarden verzichten oder es zumindest nicht neu erlernen. Bei der Abfahrt über die Pisten werden Unebenheiten im Boden über die Ski weitergeleitet. So bekommen die Gelenke regelrechte Schläge ab. Außerdem wirken Drehkräfte auf die Knorpelflächen des Kniegelenkes ein.
Wenn Sie trotzdem nicht auf Alpin-Ski verzichten wollen, sollten Sie bedenken, dass das Gelenk bei unkontrolliert auftretenden Stößen oder Schlägen zusätzlichen Schaden erleiden kann. Daher sollten Sie folgende wichtige Regeln beachten:
Skilanglauf - gut für den ganzen Körper
Doch bei aller Begeisterung für den Sport: Wenn Sie unter Arthrose leiden und das alpine Skifahren gar nicht mehr ohne Schmerzmittel genießen können, sollten Sie wirklich auf eine gelenkfreundliche Alternative umsteigen: zum Beispiel klassisches Ski-Langlaufen. Hier werden die Knie weder verdreht noch durch Bodenunebenheiten belastet. Langlauf ist eine Kombination aus Ausdauer und Muskelkraft und besonders empfehlenswert, da durch den Diagonalschritt fast alle Muskelgruppen im Einsatz sind. Die Arme schwingen diagonal zur Abstoß-Bewegung der Beine. Sie müssen aktiv mitarbeiten und die langen Skistöcke vorwärts stoßen, der Rumpf muss den Körper stabilisieren. Der Einstieg in den Sport wird Ihnen vergleichsweise leicht gemacht, die ersten Schritte im Schnee sind bei richtiger Anleitung schnell erlernt.
Gelenke mögen‘s warm
Doch auch diejenigen, die dem Outdoor-Sport im Winter nicht so viel abgewinnen können, haben reichlich Möglichkeiten, im Winter etwas für Ihre Gelenke zu tun. Zum Beispiel beim Aquajogging.
Durch den Auftrieb des Wassers wird die Belastung der Gelenke deutlich reduziert und die Gelenke damit geschont. Dadurch ist diese Sportart besonders geeignet für Arthrosepatienten. Wer jetzt aber denkt, Aquajogging sei ein Spaziergang oder gar langweilig, hat sich geirrt. Denn die Gelenke werden zwar entlastet, doch der Wasserwiderstand fordert die Muskeln. Fünf Minuten Aquajogging entsprechen in etwa einem 1.000-Meter-Lauf an Land - daher sollte das Aquajogging gerade anfangs nicht übertrieben werden.
Bei den drei Aquajogging-Schritten - kurze, lange und Radfahrschritte - wird die gesamte Bein- und Po-Muskulatur trainiert und die Balance gefördert. Wichtig ist, dass im tiefen Wasser trainiert wird (ein Schaumstoffgürtel und Schuhe sorgen für den nötigen Auftrieb), im allenfalls knietiefen Kinderbecken bringen die Übungen nicht viel. Neben den Muskeln werden auch Herz, Kreislauf und Stoffwechsel intensiv trainiert. Einen zusätzlichen positiven Effekt für die Gelenke hat auch die erhöhte Wassertemperatur von ca. 30°C.
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